Das sind wir

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Wir sind echte „Frischlinge“ was das Reisen mit dem Rucksack und mit wenig Budget anbelangt und trotzdem wagen wir das ganz große Abenteuer. Klar, wir sind schon immer gerne gereist. Die Grenzen von Europa haben wir aber noch nicht sehr häufig überschritten. Zwar waren wir bereits gemeinsam in Afrika und auch SOA ist uns nicht fremd, aber die Aufenthalte waren immer zu kurz. Zwei drei Wochen Urlaub reichen halt nicht aus, um Land und Leute kennen zu lernen und viele Ziele liegen einfach so weit weg, dass sich die weite Anreise für ein paar Tage Urlaub nicht lohnt. In den letzten Jahren haben wir zudem immer häufiger festgestellt, dass es zwar mal ganz schön ist, einfach nichts zu tun, einfach nur am Strand zu liegen, die Beine hochzulegen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen.Uns ist aber schnell langweilig geworden und nach einem solchen Pauschalurlaub ist man vielleicht erholt, hat aber über das Land, die Menschen, deren Kultur und die Landschaft wenig erfahren.

Das_sind_wir_5Nachdem Kai Anfang 2012 von einem Thailandtrip (4 Wochen mit dem Rucksack und zwei guten Freunden von Bangkok nach Krabi) zurück kam und mich mit seinem Reisefieber infizierte, wuchs in uns der Wunsch gemeinsam zu reisen immer mehr. Anfangs waren es nur Spinnereien und Gedanken wie „es wäre schon schön, mal für zwei Monate mit dem Camper durch Neuseeland zu fahren oder auf den Cook Inseln dem Paradies ganz nahe zu sein“.

Irgendwann dann die Idee: Eine Weltreise! Aber ist ein solcher Traum überhaupt realisierbar, finanzierbar und für uns das Richtige? Wir fingen zu recherchieren und stellten schnell fest, dass eine Weltreise eigentlich gar nichts Besonderes ist und viel mehr Menschen jedes Jahr eine solche Tour starten, als gedacht. Häufig wird die Zeit im Studium, nach dessen Abschluss oder vor einem geplanten Jobwechsel genutzt um für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen. Bei uns sieht das etwas anders aus, wir sind beide über 30, stehen sozusagen mitten im Leben, haben beide sichere Jobs (Kai ist Ingenieur, ich bin Rechtsanwältin)  mit guten Karriereaussichten, eine schöne Wohnung in einem beliebten Stadtteil und mit unseren Familien und Freunden ein tolles soziales Umfeld. Nach unserer Hochzeit im letzten Sommer hätten viele eher vermutet, dass wir uns demnächst ein Eigenheim anschaffen und unsere Eltern zu Großeltern machen werden. Klar, das wäre auch schön, ist aber nicht unser Plan – noch nicht!

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Wir wollen die Zeit nochmal nutzen, etwas Verrücktes zu tun, was von der Welt zu sehen und Zeit zu Zweit zu verbringen (nachdem wir fast 4 Jahre eine Fernbeziehung geführt haben). Undwenn nicht jetzt, wann dann? Noch sind wir ungebunden. Bis zur Rente warten? Nein, denn leider haben wir die Erfahrung machen müssen, dass man diese vielleicht gar nicht erreicht und es irgendwann zu spät sein kann, seine Träume zu verwirklichen! Also haben wir einen Abreisetermin festgelegt, unsere Wohnung und die Arbeitsverträge gekündigt, laufende Verträge stilllegen lassen und alles für den Aufbruch organisiert! Wir sind voller Vorfreude und glücklich darüber, einfach mal  dem sich stetig drehenden Hamsterrad für eine gewisse Zeit zu entfliehen. Wir wissen nicht, was uns die Reise unseres Lebens bringen wird. Mit Sicherheit aber eine Menge Erfahrungen, die uns keiner mehr nehmen wird, die uns prägen werden und uns im Leben nicht zurück  werfen werden, sondern unsere Persönlichkeit stärken und unseren Horizont erweitern werden. Wir sind froh, diese Entscheidung getroffen zu haben!

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