Unser Reiseblog

24
Apr 2014

Road Trip Australien

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Wir waren leider ein wenig spät dran und hatten nicht bedacht, dass auch in Australien Osterferien sind und der Australier seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Campen nachgeht.
Als erstes haben wir nach richtigen Campervans, wie dem, den wir in Neuseeland hatten, gesucht. Auf den Homepages der Verleiher trugen wir unsere Daten ein und staunten nicht schlecht über die Resultate. Entweder waren die kleinen, von uns bevorzugten Modelle bereits vergriffen oder die Preise lagen weit außerhalb unseres Budgets. Da unsere Route von Sydney nach Adeleide führen sollte und dies scheinbar entgegengesetzt der Standardrichtung ist, kamen auf den Mietpreis noch einmal 200 bis 300 AUD (australische Dollar) für die Rückführung des Vans oben drauf. Alles in allem viel zu teuer für uns und für die benötigte Dauer (wir hatten nach unserem Aufenthalt in Sydney noch 16 Tage bis unser Weiterflug nach Indonesien in Adeleide abheben sollte) nicht wirklich lohnenswert. Alternativen mussten her. Die nächst preiswertere Variante ist ein Kombi als Leihwagen, in dem man bei umgeklappter Rücksitzbank schlafen kann. Leider waren auch diese Autos über AVIS, Hertz und wie sie alle heißen noch zu teuer und so blieb uns nur noch die dritte und letzte Variante um unseren Trip in Angriff zu nehmen – ein Kleinwagen zuzüglich Campingausrüstung. Über das Vergleichsportal www.vroomvroomvroom.com wurden wir schnell fündig und unsere Wahl fiel auf einen Toyota Yaris. Nachdem wir den Wagen in Sydney in Empfang genommen hatten, hieß es erst einmal das Nachlager der nächsten Tage in Form von Zelt, Luftmatratze, Schlafsäcken usw. zu kaufen. Zum Glück gibt es hierfür in Australien Campingausstatter wie Rays oder Anaconda, wo man von A wie Angelruten bis Z wie ??? alles erdenkliche für die Nacht unter Sternen finden kann. Wir deckten uns komplett (inkl. Gaskocher, Töpfen, Tellern, Tassen, Lampe usw.) ein und lagen am Ende mit den Kosten für Leihwagen und Campingzeug deutlich unter dem Preis des Campervans.

Mit vollgestopftem Kleinwagen starteten wir unseren ersten Australien Road Trip, erstes Ziel Blue Mountains nordwestlich von Sydney. Der Blue Mountain Nationalpark ist größer als manches Land auf diesem Planeten und beherbergt als größte Attraktion eine Felsformation die „Drei Schwestern“ genannt wird. Auch wir machten hier einen kurzen Zwischenstop auf unserem Weg durch einen Teil des Parks. Der Name Blue Mountain rührt daher, dass durch die Sonnenstrahlen die Eukalyptusblätter der Bäume im Tal ausdunsten und die Luft in höheren Lagen blau erscheinen lassen.

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Aus den Erfahrungen, die wir in Neuseeland mit Freecamping gemacht hatten, wollten wir es diesmal besser machen und hatten uns im Vorfeld die Camping App WikiCamps runter geladen. Dieses Programm bietet eine Vielzahl von Campingplätzen unterschiedlicher Preiskategorien, die man offline auf der Suche für den geeigneten Schlafplatz für die Nacht durchforsten kann. Vorbei war die Zeit (wie in Neuseeland) mit ziellosem Umhergefahre auf der Suche nach einem kostenlosen und zudem erlaubten Stellplatz.

Die frühe Dunkelheit machte uns allerdings oft einen Strich durch die Rechnung. Bereits um 18 Uhr ist es duster wie im Bärenarsch und dies machte den ersten Zeltaufbau für uns Campinggreenhorns noch schwieriger. Auch im weiteren Verlauf unseres Road Trips sollte die früh einsetzende Dunkelheit ein wenig die Erlebnisse trüben. Um das Nachlager noch vor der einsetzenden Dunkelheit herrichten zu können, waren wir gezwungen, schon so gegen 16:30 Uhr unser Tagesziel zu erreichen. Eigentlich schade, den Tag so früh schon zu beenden, aber auch unsere eigene Schuld, da man sich hätte denken können, dass es auch im australischen Spätherbst früh dunkel wird.

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Nach unserer ersten unerwartet sehr angenehmen Nacht im Schlafsack bei 8 Grad Außentemperatur machten wir uns auf den Weg gen Süden. Entlang der Küste machten wir einen kurzen Zwischenstop beim Blowhole in Kiama. Svenja war so mutig und nahm eine Dusche direkt vor der hochschießenden Fontäne.

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Wir setzten unsere Reise Richtung Melbourne fort und versuchten beim Durchqueren der Nationalparks Koalas in den Bäumen zu erspähen, leider ohne Erfolg. Auch Kängurus, für die Australien bekannt ist, sahen wir leider nur tot neben der Straße :-(. Wir verbrachten die Tage mit Wandern, Autofahren und Besichtigen von Sehenswürdigkeiten wie Leuchttürmen, Stränden und kleine Städten. Nach 4 abwechslungsreichen Tagen und 1300km auf der Uhr erreichten wir Melbourne um genau zu sein einen Vorort namens Emerald wo wir für ein paar Tagen bei Nick und Laura unterkommen konnten.

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